Losung

für den 24.07.2017

Ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen in Einsicht und Weisheit.

Jeremia 3,15

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Evangelische Friedenskirchengemeinde Bonn

Unsere Geschichte

Die Friedenskirche bekam erst 1970 ihre eigenen Gemeinde, vorher war sie neben der Lutherkirche in der Reuterstaße eine der Predigtstätten der Kirchengemeinde Bonn Süd.

Das Gemeindezentrum Bonn-Süd, Germanenstraße 2, das heutige Wichernhaus in der Karl Barth Straße LupeDas Gemeindezentrum Bonn-Süd, Germanenstraße 2, das heutige Wichernhaus in der Karl Barth Straße

Die Kirchengemeinde Bonn

Nachdem die Reformation in Bonn gescheitert war, kam es erst 1816 zur Gründung einer evangelischen Gemeinde in Bonn, zu der Lutheraner und Reformierte gleichermaßen gehörten. Der preußische König stellte die Schlosskirche der neuen Gemeinde zur Verfügung. 1842 wurden die Gemeindegrenzen so erweitert, das auch Bad Godesberg, Hersel, Oedekhoven, Poppelsdorf, Sechtem und Waldorf dazu gehörten. Damals gehörten 1712 Einwohner Bonns der Gemeinde an (das waren 11% der Gesamtbevölkerung). Bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Zahl der Protestanten auf etwa 20 % der Bevölkerung, 17 663 Personen. Schon 1850 bildeten die Orte nördlich Bonns eigene Gemeinden, 1861 folgte Bad Godesberg. Trotzdem reichte die Schlosskirche nicht mehr für die gestiegene Zahl der Gemeindeglieder aus, so wurde 1871 die Kreuzkirche am Kaiserplatz gebaut und 1903 die Lutherkirche. 1913 folgte das Gemeindehaus an der damaligen Germanenstraße, heute Karl Barth Str. 2, das seit 1947 sogenannte "Wichernhaus". Hier befand sich damals ein Betsaal, in dem Sonntags Gottesdienst abgehalten wurde, und eine Kleinkinderschule (ein Kindergarten), Gemeinderäume und eine Pfarrwohnung kamen nach der teilweisen Zerstörung durch einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg und dem späteren Wiederaufbau hinzu.

Während der Weltkriege verlangsamte sich das Wachstum der Bonner Gemeinde zunächst, erhielt aber nach dem Zweiten Weltkrieg einen deutlichen Schub, da mit der Regierung viele Menschen nach Bonn kamen, darunter viele Protestanten. Das starke Wachstum veranlasste die Bonner Gemeinde sich in kleinere und überschaubarere Gemeinden zu teilen. So entstand bereits 1955 die drei Gemeinden Bonn-Mitte (aus der später die Kreuzkirchen- und die Lukaskirchengemeinde wurde), die Gemeinde Bonn-West (die sich später in die Trinitatis-, die Apostel- und die Johanniskirchengemeinde teilte), sowie die Kirchengemeinde Bonn-Süd, zu der auch der Bereich der Friedenskirchengemeinde gehörte. 1970 teilte sich die Kirchengemeinde Bonn-Süd in die Lutherkirchengemeinde und die Friedenskirchengemeinde, nachdem sich 1963 bereits die Auferstehungskirchengemeinde auf dem Venusberg selbständig gemacht hatte.

Rund um die Friedenskirche

Der Zuzug vieler Ministerialbeamter und ihrer Familien prägte gerade den Bonner Süden und die Gemeindeteile in Kessenich und Dottendorf, nachdem Bonn Regierungssitz geworden war. Die neuen Gemeindeglieder brachten aus ihrer Heimat sehr unterschiedliche Prägungen und Traditionen mit und es war die große Aufgabe der ersten Jahre eine Gemeinde zu bilden, in der sich Evangelische aus dem Osten, aus dem Norden und dem Süden zuhause fühlen konnten. Hierbei spielte vor allem die Kirchenmusik und die Kantorei eine wichtige Rolle.

10 Jahr nach dem Ende des Krieges war allen der besondere Wert eines Lebens in Frieden sehr bewußt, und so fiel die Wahl für den Namen der 1955 neu errichtete Kessenicher Kirche auf "Friedenskirche". Ein Name, der uns bis heute verpflichtet, als Gemeinde für den Frieden bei uns und in der Welt einzutreten.

Die beiden Pfarrer, die das Gemeindeleben in Kessenich und Dottendorf besonders prägten, waren Pfarrer Arnold Schumacher (1951-1969) und Pfarrer Gerhard Fliedner (1952-1964). Die beiden ersten Pfarrer der sich 1970 bildenden Friedenskirchengemeinde waren Pfarrer Gerhard Schlingensiepen (1964-1979; 1. Pfarrstelle - Kessenich) und Pfarrer Karl-Heinz Sommerhoff (1968-1972, 2. Pfarrstelle - Dottendorf, Johnanniterviertel). Ihnen folgten Pfarrer Bernd Schmidt von Kuhnhardt (1980-1995, 1. Pfarrstelle) und Pfarrer Gerhard Mittring (1973-1996, 2. Pfarrstelle).

Während sich lange Zeit die beiden Pfarrbezirke in Kessenich und Dottendorf relativ selbständig voneinander entwickelten und in Dottendorf auch ein eigenes kleines Gemeindezentrum, Am Quirinusbrunnen 14, errichtet wurde, erfolgte in der zweiten Hälfte der 90er Jahren eine Umstrukturierung der Arbeit. Durch die Erweiterung der Gemeinderäume an der Friedenskirche 1994 zog es viele Gruppen der Gemeinde in den schönen neuen Gemeindesaal. Gleichzeitig gab die Landeskirche nach dem Abschied von Pfarrer von Kuhnhardt aus der Friedenskirchengemeinde die erste Pfarrstelle nur noch zur Hälfte zur Wiederbesetzung frei, so dass Pfarrer Verhey 1995 nur mit einer halben Stelle seinen Dienst in der Friedenskirchengemeinde begann. Als 1996 auch die zweite Pfarrstelle der Gemeinde frei wurde entschied sich das Presbyterium dafür, die Arbeit in der Friedenskirche auf zwei Dreiviertel Pfarrstellen aufzuteilen und die strenge Aufteilung in Pfarrbezirke aufzugeben. Die Arbeit wurde im Gemeindezentrum an der Friedenskirche konzentriert, Pfarrer Verhey mit der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen beauftragt und Pfarrerin Graner, die seit 1997 die Nachfolge von Pfarrer Mittring angetreten hat, setzt ihren Schwerpunkt in der Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit.

03.08.2011



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